Bento-Box aka Portlet Container +
Es bleibt mir ein Rätsel, warum sich Portlets nicht durchgesetzt haben. Warum nicht schon jetzt alle Frontendentwicklungen im Java-Bereich auf Portletbasis erfolgen.
Natürlich Portalserver sind klobig. Die Konfiguration ist so aufwändig, dass nur ein paranoider Sadist nach durchzechter Nacht daran Gefallen finden kann. Open-Source-Portal-Server gibt es einige, aber alle haben irgendeinen Schaden. Sie funktionieren nicht – Jetspeed. Haben die Eleganz von Duplo-Steinen – JBoss Portal. Oder liefern ein Bibelquiz als Standardportlet mit – Liferay (und nebenbei: dass ich nicht pausenlos über “Liferay” lachen muss, liegt nur daran, dass ich kein Englisch kann).
Andererseits ermöglichen Portlets eine enorm hohe Wiederverwendbarkeit, sorgen für Struktur und Stringenz. Das Ergebnis ist die titeltragende Bento-Box.
Jedes Fach, jedes Portlet hat eine bestimmte Aufgabe. Aber erst zusammen funktionieren sie (ich glaube es gibt wenige, die sich nur auf den Reis stürzen. “Hmmm, Reis, lecker – mehr brauche ich nicht”). Der Haken allerdings ist, dass die Interaktion zwischen Portlets ähnlich schwierig ist, wie der fehlerfreie Transport des Reis’ zum Gemüse zum Mund mit Stäbchen für Westeuropäer.
Stand der Standardtechnik ist jedoch noch immer pro Serveranfrage ein Page Reload (so als würde man bei jedem Bissen eine neue Bento-Box ordern). Da allerdings dann auch alle anderen Portlets auf der Seite neuangefragt werden, ist das der sichere Weg in die Benutzerunbeliebtheitshölle (man müßte Deutsch erfinden, wenn es es nicht schon gäbe).
Inter-Portlet-Kommunikation erfolgt über in Stein geritzte Keilschrift. Gruselig. Ineffizient. Eine tolle Idee. Miserabel umgesetzt. Das Dippen und Mischen der Zutaten kann man so letztlich vergessen.
Es sei denn, man setzt auf Ajax. Mehr dazu später…
